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Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg


   Holocaustgedenktag & Europawoche 2017

 

 


Aufführung der Theater-AG „TaBBS“
Lilly Axster
„Doch einen Schmetterling hab‘ ich hier nicht gesehen“
Eine Collage über Kinder und Jugendliche in Ghettos und Konzentrationslagern unter Verwendung authentischen Materials

Vorbemerkung …
Die Europäische Union wurde geschaffen, um die blutigen Kriege zu beenden, die immer wieder zwischen Nachbarländern ausbrachen und im Zweiten Weltkrieg und im Holocaust mündeten.
Deswegen wird in Deutschland wie auch in der Europäischen Union jedes Jahr am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee, an die Opfer des Nationalsozialismus (Holocaustgedenktag) erinnert: „Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.“
Auch 72 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges muss erinnert werden. So führt der ehemalige Bundespräsident Herzog 1996 aus: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“
Und am 27.01.2015 ergänzt der amtierende Bundespräsident Joachim Gauck: „Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz. Die Erinnerung an den Holocaust bleibt eine Sache aller Bürger, die in Deutschland leben. Er gehört zur Geschichte dieses Landes. Und es bleibt etwas Spezifisches: hier in Deutschland, wo wir täglich an Häusern vorbeigehen, aus denen Juden deportiert wurden; hier in Deutschland, wo die Vernichtung geplant und organisiert wurde; hier ist der Schrecken der Vergangenheit näher und die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft größer und verpflichtender als anderswo.“

In Übernahme eben dieser Verantwortung hat die Theater-AG „TaBBS“ für den Holocaustgedenktag der Stadt Wildeshausen und der weiterführenden Schulen in Kooperation mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen am 27.01.2017 und im Rahmen der Europawoche der Schule am 08.05.2017, dem „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“  (Richard von Weizsäcker), das Theaterstück in zehnmonatiger Arbeit und über 70 Stunden Probe eingeübt und zur Aufführung gebracht. 

Zum Inhalt des Theaterstücks…
Wie haben Kinder im Ghetto, in Konzentrationslagern, im Untergrund gelebt, was haben sie gespielt, wie sah ihr Tagesablauf aus? Welche Gedanken bewegten sie, wovon träumten sie?
Lilly Axster hat sich des komplizierten Themas „Kindheit im Nationalsozialismus“ auf unsentimentale und sehr berührende Weise angenommen. Vier Handlungsfäden sind miteinander verwoben – inmitten eines bedrückenden Klimas erkennt man die kleinen alltäglichen Heldentaten von Kindern, ihre Wünsche und Träume. Gleichzeitig vermittelt die Autorin ohne falsche logische Erklärungen das Bild einer Zeit, die gerade wegen ihrer unvorstellbaren Grausamkeit nicht vergessen werden darf.
Die Lieder …
Die Lieder, die während des Holocaust in Ghettos, Lagern und Wäldern entstanden, erzählen die Geschichten von Einzelnen, Gruppen und Gemeinden zur Zeit des Holocaust und stellen eine Quelle der Einheit und des Trostes sowie der Dokumentation und des Gedenkens dar. Die Melodien dieser Lieder verbinden die Perioden jüdischen kulturellen Lebens vor und nach dem Krieg und während der Zeit der Vernichtung. Sie sind Ausdruck des Schicksals, des Glaubens und der Hoffnung, die dem Einzelnen und dem Kollektiv der Zuhörer gemeinsam waren. Nach dem Krieg kam diesen Kompositionen die zusätzliche Aufgabe zu, Erinnerung und Gedenken wachzuhalten. Die hier im Stück genutzten Lieder sind der ersten Aufnahme Schmerke Kaczerginskis entnommen, der für die Zentrale Jüdische Historische Kommission in München (1946) Folklore und Musik dokumentierte.
Das Lied am Anfang des Theaterstücks …
Das Lied „Dos elnte Kind – Das einsame Kind“ wird von Schmerke Kaczerginski gesungen. Komponiert wurde das Stück von Jankl Krimski, der 1945 in Estland starb. „Dos elnte Kind“ war der Tochter der Lehrerin Rachel Pupko-Krinski gewidmet. Wie andere Kinder wurde das Mädchen bei einer nichtjüdischen Familie versteckt, die es in einem Dorf in der Nähe von Wilna großzog. Der Vater des Mädchens war 1941 von den Deutschen getötet worden. Die Mutter, Rachel Pupko-Krinski, überlebte und wanderte mit ihrer Tochter in die USA aus.
Das Lied beschreibt Sorele, die nach ihrer Mutter sucht. Sie träumt von ihrer Mutter und phantasiert im Traum auch von der Rückkehr ihres Vaters. Das Mädchen hört seine Mutter ein Wiegenlied singen, in dem sie es darum bittet, kommenden Generationen zu erzählen, was ihr zugestoßen sei. Die Botschaft des Liedes, wie auch die anderer Lieder aus dem Ghetto Wilna, ist der Auftrag, das Geschehene als Teil der Geschichte des jüdischen Volkes in seinen schwersten Stunden zu bezeugen und niemals zu vergessen.
Das Lied am Ende des Theaterstücks …
Das Lied „Es brennt – Es brennt“ wurde 1946 aufgenommen. Der Name des Sängers wurde nicht vermerkt. Komponiert wurde das Lied 1938 von Mordechai Gebirtig (1877-1942). Er schrieb es als Reaktion auf ein Pogrom in der polnischen Stadt Przytyk. Das Lied erwies sich als prophetisch im Hinblick auf den bevorstehenden Holocaust. Gebirtig wurde im Juni 1942 im Ghetto Krakau ermordet.
Das Lied beschreibt das Brennen eines jüdischen Städtchens. Der Dichter ruft die Juden auf: Steht nicht tatenlos herum, die Rettung liegt in Eurer Hand, wenn Euch das Städtchen lieb ist, nehmt Geräte zur Hand und löscht den Brand, löscht ihn selbst und zeigt der Welt, wozu ihr imstande seid! „Es brent“ wurde zu einem der bekanntesten und am häufigsten bei Holocaust-Gedenkveranstaltungen gesungenen Liedern.
Mitwirkende

Auf der Bühne …
Thomas Belsch, Luisa Beth, Julia Boeckler, Swantje Debbeler, Carina Fritzler, Pauline Jöllenbeck, Annemieke Kellmann, Leoni Katrina Kranz, Luisa Netzler, Marcel Settnik, Maximilian Sonntag, Julia May Staus, Klara-Madita Stelter, Emma Tappe, Alex Weht (Berufliches Gymnasium)

Technik (Licht & Sound) …
Johannes Schilling-Schirmer (Berufliches Gymnasium), Thomas Fritzsche

Bühnenbild …
Nico Hinrichs, Dennis Kruse, Leon Lanfers, Chris Meinus, Joana Peters, Kevin Schlüter, Daniel Schwebel, Andreas Weber, Chantal Wehner, Kamen Kamenov, Jan Wunderlich (Berufsvorbereitungsjahr 1a), Dennis Cießner , Sönke Schröder, Luka Schütte, Erik Strackerjahn, Ralf Würdemann (Berufsfachschule Bautechnik B1a)    

Regie und Regieassistenz …
Christoph Pauli & Axel Wahls

Kostüme …           
Stephanie Schumacher       

Die Historiker (Infostellwände für den Holocaustgedenktag) …
Yannik Helbig, Rebecca Förster, Anna-Lena-Lehmkuhl, Milena Humbert, Simon Lenga, Tim Platzeck, Jannik Sürstedt, Oliver Kiefer, Tim Lösekann, Phillip Beutan, Jessica Dießelberg, Paul C. Oetken, Leandro Geyer, Christin Meyer, Hannah Schwebs, Gina Wittmer, Erik Hollmann, Kira Mansholt, Carina Hoffmann, Felix Tangemann, Melina Nappe, Charis Lehmkuhl, Marus Lenz, Colin Dohrman, Immo Idel (Berufliches Gymnasium)

Die beteiligten Lehrkräfte und Mitarbeiter der Schule …
Barbara Assmann-Meivers (Organisation), Manfred Feldmann (Bühnenbild), Thomas Fritzsche (Schulassistent), Olaf Hansch (Bühnenbild), Claudia Kirk (Verwaltung), Gerold Lange (Bühnenbild), Martin Langer (Haustechnik), Sandra Nolte (Infostellwände), Christoph Pauli (Regie, Leiter „TaBBS“), Dirk Plange (Haustechnik), Axel Wahls (Regieassistenz), Sonja Weiß (Bühnenbild)

Die Unterstützer …
Bernd Kleyboldt (Studientage Deutsch 2016, Theaterpädagoge an der kath. Akademie Stapelfeld), Ann-Kristin Meivers (Kostüme, Oldenburgisches Staatstheater)

Weiterführende Links:
•    Text des Stückes, Rechte
•    Lieder, Informationen zum Holocaust
•    Zum Holocaustgedenktag
•    Zum 8. Mai
•    Rede des Bundespräsidenten HERZOG 1996
•    Rede des Bundespräsidenten GAUCK 2015
•    Presseberichte zur Aufführung im Januar 2017:
o    Die Hunte Online Zeitung
o    NWZ Online (Video) (hier ab Min. 37)
o    NWZ Online
o    Kreiszeitung 

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