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Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg


Pressemitteilung der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg vom 22.10.19:
Pädagogischer Tag zur Gewaltprävention und Deeskalation für ein ganzes Kollegium
"Wie erkenne ich potenzielle Gewaltsituationen frühzeitig? Wie kann ich sie unterbinden, aber auch unter Umständen mich und meine Schüler schützen? Und: Was mache ich, wenn ein Schüler handgreiflich wird?“ diese Fragen stehen am Anfang des Pädagogischen Tages der Berufsbildenden Schulen (BBS) am 29.Oktober 2019.

Deshalb treffen sich die Lehrerinnen und Lehrer und die Mitarbeiterinnen der Schule zu einer ganztägigen Fortbildung. In den Workshops geht es darum, sich selbst für brenzlige, möglicherweise auch gefährliche Situationen vorzubereiten. Auch wenn es an der BBS nur selten zu körperlicher Gewalt kommt, Rangeleien, Geschrei, Hassmails etc. gehören zum Alltag und können leicht eskalieren. „Schule muss aber ein Ort der Sicherheit, der Verlässlichkeit und des Vertrauens sein“, formuliert der Schulleiter Diplom- Ingenieur Oberstudiendirektor Jens Haar, „So ist das Thema Sicherheit und Abwehr von Gewalt regelmäßig ein Gegenstand gemeinsamer Überlegungen.“ Dies steht im gesellschaftlichen Zusammenhang. Immer wieder berichten die Medien über Gewalt in ganz unterschiedlichen Formen. Da muss sich eine Bündelschule mit fast 2.000 Schülerinnen und Schülern und über 130 Lehrkräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut drauf einstellen.
Die Workshops werden von ganz unterschiedlichen Referenten geleitet. Eine Polizistin, zwei Polizisten, eine Trainerin und zwei Trainer arbeiten den ganzen Tag über mit den Lehrkräften und Mitarbeiterinnen in fünf verschiedenen Workshops. Dabei geht es immer zunächst um die Zeit, bevor es schwierig wird: Wie kann ich allgemein und im Vorfeld einer Situation deeskalierend auftreten? Wie erkenne ich Machtspiele in einer Klasse, wie kann ich ihnen begegnen? Welche Lösungsmodelle können mir helfen? Welche Körpersprache ist angemessen, wie sollte ich sprechen, wie handeln? Wie kann ich schlichtend auftreten, wenn es doch zur Eskalation kommt? Diese Fragen werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Pädagogischen Tag bearbeitet. „Das ist ein bisschen wie ein Erste-Hilfe-Kurs; man muss ihn machen, um helfen zu können. Und es beruhigt, das Wissen zu haben. Zugleich hofft man, dass man das Wissen nicht allzu oft einsetzen muss.“, so Schulpfarrerin Sabine Arnold, Vorsitzende des Ausschusses für Schulleben und Gewaltprävention (ASG). Die Mitglieder des ASG haben über ein Jahr an der Vorbereitung des Pädagogischen Tages gearbeitet.
Die Workshops bieten Theorie und Praxis. Rechtliche Fragen, Tätertypen, Gewaltphänomene und Eskalationsspiralen werden angesprochen und analysiert. Dann geht es um praktische Techniken, mit denen Mann oder Frau sich schützen oder auch zur Wehr setzen kann. Auf jeden Fall wird neben harter Arbeit zur Sache der Humor nicht zu kurz kommen, so schreiben die Referenten in ihren Ausschreibungen.
„Wichtig ist doch, dass wir uns als Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Team verstehen und erleben. So ein Tag kann da ganz viel bringen. Ich freu mich drauf!“, so ein Mitglied des Kollegiums.

Alle Schülerinnen und Schüler der BBS bleiben am 29.Oktober 2019 zuhause. Sie bekommen Lernaufträge, um einen angemessenen Ausgleich für den entfallenen Unterricht zu schaffen.

Wer ist online

Aktuell sind 22 Gäste und keine Mitglieder online