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Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg


Angehende Fachkräfte im Maurerhandwerk an den überaus abwechsulungsreichen und zukunftsträchtigen Bereich der Sanierung von historischer Bausubstanz heranzuführen – dieses Ziel verfolgte ein Workshop, der vom Monumentendienst an unserer Schule am 21.11.1019 auf dem Gelände der Fachpraxis Bautechnik durchgeführt wurde.

Restaurator und Maurermeister Kay Neuling und seine Kollegin Sarah Mürmann schulten die Berufsshüler der Fachstufe Maurer vor allem in der praktischen Anwendung von historischen und angemessenen Baustoffen sowie Techniken zur fachgerechten und damit nachhaltigen Sanierung von Fachwerkausfachungen.
Der aktuelle Fachkräftemangel macht sich im Bauwesen auch sehr schmerzhaft bei der Erhaltung unseres baulich-kulturellen Erbes bemekbar: Es wird zunehmend schwieriger für Firmen und Auftraggeber geschulte Kräfte für diese wichtige Aufgabe zu bekommen. Um diesem enormen Mangel entgegenzuwirken, hat der Monumentendienst im Rahmen des „European Cultural Heritage Year“ (ECHY-Projekt) mehrere Workshops an Berufsschulen des Weser-Ems-Gebietes durchgeführt. Die Initiative setzt sich für den Erhalt einzigartiger Architektur ein und betreut etwa 1 700 Gebäude in der Region.
Im Rahmen des Workshops arbeiteten die angehenden Maurergesellen mit ungwohnten Materialien wie Lehm, Stroh, Weidenruten, Sumpfkalk und originalen Ziegelsteinen aus dem 16. Jahrhundert. Diese Renaissance-Ziegelsteine erfordern eine andere Bearbeitung als die modernen Großformate mit ihren Normmaßen. Jeder Ziegel ist anders, die Bearbeitung erfordert ein anderes Geschick, z.B. beim Beschlagen zu Teilsteinen. Vermauert wurden die Steine mit Sumpfkalk, ein früher üblicher weicher Mörtel. Die Schüler wurden von Kay Neuling auch theoritisch über die Eigenschaften und die Anmischung des Bindemittels unterrichtet. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Herstellung der Ausfachung mit Holzstaken und Weidengeflecht, die anschließend mit einer Stroh-Lehm-Mischung verputzt wurden.
Während des Workshops zeigten sich einige Auzubildende sehr interessiert an der Thematik und äußerten, dass sie sich eine Arbeit in diesem Arbeitsgebiet für ihre berufliche Zukunft sehr gut vorstellen können. Insofern hat die Schulung unmittelbaren Eindruck hinterlassen und zur Orientierung der Auszubildenden innerhalb des vielfältigen Aufgabenbereichs des Maurerberufs beigetragen.


Das Behauen der Ziegelsteine aus dem 16. Jahrhundert war auch mit Spaß an der Arbeit verbunden

 
Einsetzen der Ziegelsteine in die Gefache mit Kalkmörtel
 


Die fertiggestellte Ausfachung
 


Brechen der Strohhalme zur Verwendung im Lehm-Stroh-Gemisch



 
Einstemmen der Nuten zur Aufnahme der Holzstaken
 


Behauhen der Holzstaken für die unterkonstruktion der Ausfachung

 
Einsetzen der Staken in die vorbereiteteten Gefache

 
Einflechten der Weidenruten


 
Anrühren des Lehmmörtels zur Herstellung eines Stroh-Lehm-Gemischs
 


Die fertige Stroh-Lehm-Mischung


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