Willkommen auf den Webseiten der
Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg


Der 22.06.1941 ist im Jahr 2021 ein besonderer Tag. Vor achtzig Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Die Nationalsozialisten ‚begründeten‘ ihren Befehl mit der angeblichen jüdisch- bolschewistischen Weltverschwörung, die einen Krieg gegen Deutschland geplant hätte. In der Folge des Überfalls wurden 27 Millionen sowjetische Bürger getötet.

Kein europäisches Land hat so viele Menschen im Zweiten Weltkrieg verloren. Mit diesem Gedenktag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 11 Klasse des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schulen der Landkreises Oldenburg im Evangelischen Religionsunterricht. Schulpfarrerin Sabine Arnold veranschaulichte die schrecklichen Zahlen der getöteten Menschen. In Weißrussland, heute Belarus, kam jeder dritte Bürger ums Leben. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich hin, jeder dritte musste sich setzen, um zu verdeutlichen, wie viele Opfer es gab.
Von den sowjetischen Kriegsgefangenen starben 60%, an Hunger, Kälte, Entkräftung, an unbehandelten Krankheiten, durch unmenschliche Bestrafungen für vermeintliche Vergehen. Z.B. wurde ein junger sowjetischer Kriegsgefangener erschossen, weil er eine Futterrübe vom Feld holen wollte. Sein Bruder wollte ihm helfen, er wurde ebenfalls erschossen. Auch diese Zahl wurde mit einer Aufstellung der Schüler verdeutlicht. Von jeweils fünf Schülern mussten sich drei hinsetzen, als Symbol für die Verstorbenen. „Wie schrecklich für die Überlebenden!“, war ein Kommentar. Oder: „Diese Menschen hatten doch das ganze Leben noch vor sich. Warum sind so viele von ihnen getötet?“, fragte ein anderer Schüler.
Schulpfarrerin Sabine Arnold machte deutlich, dass dies mit dem Menschenbild der Nationalsozialisten zusammenhing. Die Menschen im Osten Europas galten nicht als Menschen, sie waren sogenannte ‚Untermenschen‘, hatten also keine Menschenwürde und keine Menschenrechte. Folge dieser Einstellung war, dass die Nationalsozialisten ab Juni 1941 die Sowjetunion ausplünderten und zerstörten, die Menschen massenweise töteten oder als Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter nach Deutschland deportierten.
Um diese Menschen als Menschen wahrzunehmen, sie zu ehren und ihnen heute ein klein wenig Respekt zuteilwerden zu lassen, beschloss der Religionskurs spontan, einen Besuch auf der Kriegsgräberstätte auf dem Städtischen Friedhof in Wildeshausen zu machen. Es sollten Rosen auf die Gräber gelegt werden. Die Schüler waren erschrocken, als sie am Grab eines Babys standen, das nur vier Monate alt geworden war. „Was ist da passiert?“, fragten sie sich. „Dieser Mann ist nur 18 Jahre alt geworden. Er wurde so alt wie ich jetzt bin.“, stellte ein Schüler bewegt fest. „Dieses Mädchen wurde nicht mal 14 Jahre!“, entsetzten sich die Jugendlichen.
Betroffen ging es zurück in den Unterricht. „Jetzt wird mir noch viel deutlicher, wie schrecklich dies war! Darüber Reden ist das eine, aber das andere ist, wenn man am Grab steht, die Namen liest und die Daten überdenkt. Das geht richtig unter die Haut!“, waren sich die Schüler einig. Und: „Wie gut, dass es auf diesem Friedhof keine Unterschiede gibt, da liegen deutsche Soldaten und ausländische Zivilisten. Der Krieg trifft sie alle. Sie sind alle zu Opfern geworden.“

 

Wer ist online

Aktuell sind 18 Gäste und keine Mitglieder online

Schulausfälle

Das Beratungsteam
ist für Euch/Sie da!

 

Helfer-Registrierung in der Corona
Krise beim Landkreis möglich.
Klicken Sie bitte HIER

 

Broschüre Duale Ausbildung



Ausbildung/Quereinstiege
Erzieher-/innen

 


Wir sind anerkannt und zertifiziert


 

 
Cisco


Essen im Cafe Johanneum:
Speiseplan

 

CSS ist valide!